Produktionserweiterung nach dem Lean-Ansatz

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Heinzinger vervierfacht Kapazität für die Herstellung von Prüfstandskomponenten für die E-Mobiliät.

Rosenheim, den 16.12.2019

Der Markt für E-Mobilität wächst stetig und alle Automobilkonzerne arbeiten an der Entwicklung ihrer Modelle, neue Hersteller kommen hinzu und präsentieren neue Autos und Lösungen. Einer der wichtigsten Punkte um den Ausbau und die Akzeptanz bei den Autofahrern voranzutreiben, ist die Entwicklung der Batterie – so entscheidet sie doch über die Reichweite der Elektroautos, die momentan für viele Menschen als noch nicht akzeptabel angesehen wird und dazu führt, dass E-Autos noch keine echte Alternative zum herkömmlichen Verbrenner darstellen. Die nahe Zukunft stellt damit viele Anforderungen an die sogenannten Traktionsbatterien für E-Autos: Hohe Kapazität, wenig Gewicht, möglichst geringe Größe, schnelle Lademöglichkeit und das alles unter Verwendung von umweltfreundlichen, recyclebaren Rohstoffen.

In sogenannten Prüfständen werden die Batterien durch Tests und Simulationen auf Herz und Nieren geprüft: Zum Beispiel werden Reichweite und Lebensdauer der Batterie unter Einfluss verschiedener Fahrprofile und Witterungsbedingungen getestet. Zum einen, um die Qualität der Traktionsbatterien vor dem Einbau ins Auto sicherzustellen und zum anderen in der Forschung und Entwicklung, um eben diese Parameter zu verbessern und noch zukunftsfähiger zu gestalten. Hier kommen die Industrienetzgeräte von Heinzinger electronic ins Spiel. Für den Bau solcher Prüfstandssysteme entwickelt, fertigt und vertreibt das Unternehmen die Energiequellen für Batterietests und Simulationen, die die Aufgabe haben, die erforderlichen Eigenschaften möglichst nahe an den realen Bedingungen abzubilden.

Die Heinzinger electronic GmbH beweist sich bereits seit zehn Jahren auf diesem Gebiet und zählt viele namhafte Automobilhersteller, Prüfstandsbauer und Forschungsinstitute zu ihren Kunden. Um der steigenden Nachfrage gerecht werden zu können, erfolgte im Spätsommer 2019 die Inbetriebnahme einer neuen Produktionshalle auf dem Werksgelände in Rosenheim, an der Grenze zwischen Kolbermoor und Aicherpark. Mehr als 1,5 Millionen Euro wurden insgesamt in den Ausbau des Standortes in diesem Jahr investiert und damit auch weitere Arbeitsplätze geschaffen und vorhandene gesichert. „Einfach nur eine neue Montagehalle in Betrieb zu nehmen, wäre dabei zu kurz gedacht gewesen“ so Geschäftsführer Alfred Werndl, „weshalb die Produktion III nun nach einem modernen und zukunftsorientierten Ansatz – dem sog. „Lean-Ansatz - gestaltet wurde“ (Anm.: „lean“ engl. für „schlank“).

„Eine Produktion nach dem Lean-Ansatz aufzubauen bedeutet Verschwendung in jeglicher Hinsicht zu vermeiden. Hierzu gehören beispielsweise: Überproduktionen, Ausschuss, ungeeignete Prozessabläufe, unnötige Bewegungsabläufe, Warte- und Stillstandszeiten. Alle Abläufe sind quasi im Fluss und ermöglichen eine sparsame und zeiteffiziente Produktion, ohne dabei Abstriche in der Qualität machen zu müssen.“ erklärt Andreas Gantner (Leiter Produktion & Prüffeld).

Das Ergebnis: Wo vorher Geräte in Einzelfertigung produziert wurden, ist nun eine Produktion nach dem Fließprinzip entstanden, die es ermöglicht die Geräte in drei voneinander unabhängigen Phasen zu montieren und zu prüfen und damit die Durchlaufzeiten signifikant zu verkürzen. „Bislang wurde für die Montage und Qualitätsprüfung eines Batteriesimulators/-testers etwa vier Wochen benötigt. Mit Einführung des neuen Ansatzes und Aufbau der Produktionshalle nach dem neuen Ansatz, ist es uns gelungen die Montage- und Prüf-Durchlaufzeiten auf zwei Geräte in drei Wochen zu verkürzen.“ so Alfred Werndl (Geschäftsführer). Ziel in naher Zukunft ist es, drei Geräte in drei Wochen auslieferungsfertig herzustellen.

Die Heinzinger electronic GmbH entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Hochspannungs- und Hochstromnetzgeräte für verschiedene Branchen und Zukunftsmärkte wie Elektromobilität weltweit und steht damit als Synonym für hochwertige und hochpräzise Stromversorgungslösungen.

 

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